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BIOS Fehlermeldungen

Fehlerbehebung

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BIOS Fehlermeldungen - Fehlerbehebung

 

1. Bei BIOS-Problemen sollte grundsätzlich zuerst ein CMOS-Reset durchgeführt werden!
2. Wenn Sie eine USB-Tastatur unter DOS nutzen wollen, muss im BIOS-Setup die Option USB Legacy Support aktiviert werden!

 

Fehlermeldung: "CMOS Checksum Error"

Gleich vorweg: das CMOS ist nicht das BIOS, sondern nur ein Speicher für die BIOS-Setup-Einstellungen des Mainboards.
Das CMOS (Complementary Metal-Oxide Semiconductor) ist vielmehr ein batteriegepufferter, statischer, also flüchtiger Speicherbaustein (SRAM), in dem die BIOS-Parameter gespeichert werden, und sitzt neuerdings in der Southbridge zusammen mit anderen Controllern(SATA, USB,...), Sensoren, Echtzeituhr, etc. Über diese Daten wird vom BIOS aus eine Prüfsumme (Checksum) gebildet, um die Integrität der CMOS-Daten sicher zu stellen. Der Speicher verliert seinen Inhalt(Daten), wenn die Stützbatterie (CMOS-Batterie, siehe Bild) entfernt wird, oder die Batterie mit den Jahren leer geworden ist. Dadurch verliert das Mainboard seine Konfiguration (Datum, Zeit, CPU-, RAM-Einstellungen, Bootreihenfolgen, etc.) und gibt die genannte Fehlermeldung "CMOS Checksum Error" aus.

Fehlerbehebung:
1. CMOS-Reset durchführen!
2. Prüfen Sie den Kontakt und die Spannung (~3V) der Batterie. Wenn die Spannung unter ~2V ist, sollte man die Batterie unbedingt wechseln.
3. Liegt die Spannung noch über ~2.7V, dann könnte ein grösserer Hardwaredefekt vorliegen. Entweder hat man Glück und es ist nur der BIOS-Chip defekt (den man problemlos ersetzen kann, wenn er gesockelt und nicht etwa aufgelötet ist). Oder schlimmer: der Defekt liegt am Mainboard selbst, oder im CMOS-Speicher, bzw. der Southbridge - dann dürfte ein neues Mainboard fällig sein.

CMOS-Batterie CR2032
CMOS-Batterie, hier eine CR2032-Knopfzelle

 

Fehlermeldung: "BIOS ROM Checksum Error"

Über den gesamten Dateninhalt des BIOS-Chips wird eine Prüsumme gebildet und im BIOS-Chip selbst, oder im CMOS-Speicher hinterlegt. Beim Booten liest sich das BIOS sozusagen selbst aus, generiert erneut eine Prüsumme und vergleicht diese mit der bereits hinterlegten Prüfsumme. Falls sich die Prüfsummen unterscheiden, kommt es zu der Fehlermeldung "BIOS ROM Checksum Error" oder "Bad BIOS Checksum".

Fehlerbehebung:
1. CMOS-Reset durchführen!
2. Evtl. ist nur der BIOS-Chip defekt (den man problemlos ersetzen kann, wenn er gesockelt und nicht etwa aufgelötet ist). Oder schlimmer: der Defekt liegt am Mainboard selbst, oder im CMOS-Speicher, bzw. der Southbridge - dann dürfte ein neues Mainboard fällig sein.
3. In seltenen Fällen kann es auch an einem BIOS-Virus liegen, der den Dateninhalt des BIOS-Chips verändert hat.

 

Fehlermeldung: "1394 GUID are invalid in both CMOS and Flash"

Nach einem BIOS-Update oder dem Einsetzen eines neu programmierten BIOS-Chips kommt manchmal die Fehlermeldung "1394 GUID are invalid in both CMOS and Flash".

Diese 1394-FireWire-Fehlermeldung tritt vorwiegend bei einigen ASROCK-Mainboards auf, und der ASROCK-Support bietet auf Nachfrage eine Datei namens fwguid.exe an, die unter DOS ausgeführt werden muss, um den Fehler zu korrigieren.

Es gibt 2 Vorgehensweisen, um den Fehler zu beheben:


Fehlerbehebung per fertiger ISO-Datei für CD:
1. 1394GUID.zip entpacken und die ISO-Datei GUID_005.iso, als ISO-Image auf eine CD oder CD-RW (keine DVD!) brennen, mit einem Brennprogramm, das ISO-Images unterstützt, wie z.B. mit dem kostenlosen CDBurnerXP.
Achtung: nehmen Sie die CDBurnerXP-Version, ohne installCore oder OpenCandy! (Adware!)
2. Weiter gehts bei Punkt 3.

Fehlerbehebung per selbsterstellten Boot-Medium:
1. Bootfähige DOS-Diskette/CD/USB-Stick erstellen.
2. fwguid.zip entpacken und die fwguid.exe ebenfalls ins Boot-Medium kopieren.
3. Auf dem Mainboard den Aufkleber mit der 1394-ID suchen (siehe Bilder) und aufschreiben.
4. Vom Boot-Medium booten und folgendes am blinkenden DOS-Cursor eingeben:
fwguid c 1394-GUID und die Eingabetaste (ENTER) drücken.
Achtung: anstatt 1394-GUID muss die eigene 1394-ID vom Mainboard-Aufkleber eingegeben werden!
(kompletter Beispielaufruf: fwguid c 00138F0000000091)
5. Es sollte die Erfolgsmeldung "Write GUID function call OK" erscheinen und nach einem Neustart sollte alles wieder ok sein.

ID-Aufkleber Floppybuchse
1394-GUID-Aufkleber am Floppy-Steckplatz
ID-Aufkleber PCI-Steckplatz
1394-GUID-Aufkleber am PCI-Steckplatz

Die 1394-ID ist eine 16-stellige Seriennummer (8 Bytes), z.b. 00138F0000000091, und befindet sich auf einem Aufkleber.

 

Fehlermeldung: "MAC address are invalid in both CMOS and Flash"

Vorwiegend auf ASUS und ASROCK-Mainboards erscheint manchmal nach einem BIOS-Update, oder nach Einsetzen eines neu programmierten BIOS-Chips, die Fehlermeldung "MAC address are invalid in both CMOS and Flash".

Die zu programmierenden BIOS-Dateien stammen direkt vom Mainboardhersteller wie z.B. von ASUS oder ASROCK, sodass in den dortigen BIOS-Updatedateien keine einmalige Netzwerkadresse (MAC) integriert sein kann, denn sonst hätten alle Mainboards nach einem BIOS-Update die gleiche MAC-Adresse. Eigentlich sollte das BIOS beim Booten das Fehlen der MAC-Adresse feststellen und sich daraufhin diese Adresse von der Netzwerkkarte holen und ins BIOS eintragen. Leider funktioniert das aus irgendwelchen Gründen nicht immer korrekt.

Es gibt 2 Vorgehensweisen, um den Fehler zu beheben:


Fehlerbehebung per DMI-Tool:
1. Bootfähige DOS-Diskette/CD/USB-Stick erstellen.
2. macfix_dmi.zip entpacken und die Datei dmi.exe auf das Boot-Medium kopieren.
3. Auf dem Mainboard den Aufkleber (siehe Bild) mit der MAC-Adresse suchen und aufschreiben. Der Aufkleber kann sich überall auf dem Mainboard befinden, wo dafür Platz ist. Trotzdem würde ich zuerst in der Nähe des Netzwerkadapters suchen.
4. Vom Boot-Medium booten und folgendes am blinkenden DOS-Cursor eingeben:
dmi /o 1 "MACADRESSE" (inkl. der Anführungszeichen!) und die Eingabetaste (ENTER) drücken.
Achtung: anstatt MACADRESSE muss die eigene MAC-Adresse vom Mainboard-Aufkleber eingegeben werden!
(kompletter Beispielaufruf: dmi /o 1 "000B6A75723E")
5. Es sollte die Erfolgsmeldung "successful" erscheinen und nach einem Neustart sollte alles wieder ok sein.

Fehlerbehebung per ASROCK-Tool:
1. Bootfähige DOS-Diskette/CD/USB-Stick erstellen.
2. Download Asrock MAC Address Writer Tool:

3. Entpacken Sie alle Dateien und Verzeichnisse auf das Boot-Medium.
4. Auf dem Mainboard den Aufkleber (siehe obiges Bild) mit der MAC-Adresse suchen und aufschreiben. Der Aufkleber kann sich überall auf dem Mainboard befinden, wo dafür Platz ist. Trotzdem würde ich zuerst in der Nähe des Netzwerkadapters suchen.
5. Vom Boot-Medium booten und folgendes am blinkenden DOS-Cursor eingeben:
mac c MACADRESSE und die Eingabetaste (ENTER) drücken.
Achtung: anstatt MACADRESSE muss die eigene MAC-Adresse vom Mainboard-Aufkleber eingegeben werden!
(kompletter Beispielaufruf: mac c 000B6A75723E)
6. Es sollte die Erfolgsmeldung "done" oder "successful" erscheinen und nach einem Neustart sollte alles wieder ok sein.

Aufkleber MAC-Adresse
Aufkleber MAC-Adresse

Die MAC-Adresse ist eine 12-stellige Seriennummer (6 Bytes), z.b. 000B6A75723E, und befindet sich auf einem Aufkleber.

 

Asrocks offizielle FAQ- und Downloadseiten:
Download: MAC Tools (MAC Address Writer v1.17F, v1.61B, v2.07A)
FAQ: How to write MAC address of your motherboard?(6/1/2016)
Mirror biosflash.com: MAC Tools (MAC Address Writer v1.17F, v1.61B, v2.07A)

 

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