english
Fragen & Antworten zum BIOS + unserem BIOS-Reparatur-Service
Allgemeines zum BIOS-Chip
Was ist das BIOS überhaupt?
Wie sieht der BIOS-Chip aus?
Wo sitzt der BIOS-Chip auf dem Mainboard?
Wie finde ich den BIOS-Chip-Typ und BIOS-Chip-Hersteller heraus?
Ein- und Ausbau des BIOS-Chips
Was muss ich beim BIOS-Chip-Ausbau beachten?
Was muss ich beim BIOS-Chip-Einbau beachten?
Reparatur-Service
Bargeld, Überweisung, oder PayPal?
Wie sollte die Versand-Verpackung aussehen?
Ist jede BIOS-Reparatur erfolgreich?
Wie lange dauert die Reparatur des BIOS-Chips?
Welche Angaben werden von mir benötigt?
Was ist bei der binären BIOS-Updatedatei zu beachten?
Muss ein Ersatz- oder Reserve-Chip genau der gleiche Typ sein?
Der Chip ist wieder da, aber der PC funktioniert nicht?
Das BIOS (Basic Input Output S
ystem) ist das grundlegende Betriebssystem eines Computers, welches im wahrsten Sinne des Wortes
eingebrannt wurde. Das BIOS stellt somit Grundfunktionen zur Verfügung, die ein Programm
zur Kommunikation mit der PC-Hardware und den angeschlossenen Peripherie-Geräten benötigt.
Also z.B. Routinen für den Bildschirmzugriff, Zeichenausgaben auf den Drucker, Zeit-
und Datumsabfragen, etc.
Bei einem Rechner auf Basis des Intel 8088 oder eines seiner Nachfolger beginnt die
Programmausführung nach dem Einschalten des PCs automatisch an der Speicherstelle F000H:FFF0H.
Sie ist Teil des BIOS-ROM und enthält in den meisten Fällen einen Sprungbefehl zu
einer BIOS-Routine, die das System testet und die Initialisierung der verschiedenen Hardware-
Komponenten vornimmt. Dieser Vorgang wird als POST (Power on selftest) bezeichnet.
Der POST umfasst zahlreiche Tests, die sich auf die zentrale PC-Hardware (Prozessor, Speicher,
Interrupt-Controller, DMA, etc.) beziehen. Darüber hinaus werden im Verlauf dieses Tests auch
die Hardware-Erweiterungen auf den Erweiterungskarten initialisiert, damit z.B. die Grafikkarte ihren
Dienst aufnehmen kann. Wird während eines dieser Tests ein Fehler festgestellt, ertönt
i.d.R. ein Signalton (Piepton, Beep), und auf dem Bildschirm erscheint
eine Fehlermeldung und/oder ein Fehlercode (natürlich nicht bei einem CPU-Fehler, denn dann bleibt
der Bildschirm schwarz!).
POST-Tests (zentrale PC-Hardware):
- Funktionsprüfung CPU (Aritmetik, Real- und Protected-Mode)
- Bildung einer Checksumme über das BIOS-ROM
- Bildung einer Checksumme über das CMOS-RAM
- Test und Initialisierung des DMA-Controllers
- Test und Initialisierung des Tastatur-Controllers
- Überprüfung der ersten 64KB des RAM-Speichers
- Test und Initialisierung des Interrupt-Controllers
- Test und Initialisierung des Cache-Controllers (nur bei ATs)
POST-Tests (der System-Erweiterungen):
- Video-Controller
- Hauptspeicher über 64KB
- Serielle und parallele Schnittstelle
- Disketten- und Festplattencontroller
Wir unterscheiden zwischen 3 Bauformen:
Meistens sitzt der BIOS-Chip an einer der Stirnseiten der Steckplätze (ISA, PCI, AGP)
für die Erweiterungskarten. Oft am Rand des Mainboards und/oder in der Nähe der CMOS-Batterie (Knopfzelle).

Hierzu muss erstmal ein eventueller Aufkleber entfernt werden, denn alle Angaben befinden
sich direkt auf der Chipoberseite. Viele Hersteller sind dazu übergegangen anstatt ihres
Namens, einfach dort ihr Logo zu plazieren. Daneben sollte ebenfalls der Chiptyp stehen, der
oft mit dem Namenskürzel des Hersteller beginnt (z.B. bei WINBOND steht W29C020, AT49F020 bei ATMEL, etc.)
Um es für Sie zu erleichtern, haben wir unsere unterstützten Chip-Typen in
einer Liste zusammengefasst, die neben der Chip-Typbezeichnung
auch das entsprechende Herstellerlogo anzeigt.
Als erstes: den PC unbedingt durch Entfernen des Stromsteckers stromlos machen! Vermeiden
Sie des weiteren unbedingt eine statische Aufladung. die den Chip und/oder das komplette Mainboard
zerstören kann. Ich rate hier dringend zu einen der dafür vorgesehenen Spezialwerkzeuge,
da alles andere schnell zu Defekten führen kann.
Diese Werkzeuge können Sie auch hier bei uns mitbestellen:
Hier gilt erstmal das gleiche wie beim Ausbau: PC stromlos machen und eine statische
Aufladung vermeiden. Spezialwerkzeuge werden zum Einbau nicht gebraucht.
PLCC:
Der PLCC-Baustein besitzt eine Ecke, die angefast ist, d.h. es fehlt die Spitze einer Ecke.
Der Sockel zur Aufnahme des PLCCs besitzt das passende Gegenstück. Ein verkehrtes Einbauen
ist somit so gut wie ausgeschlossen.
DIL:
Der DIL-Baustein, sowie sein Sockel, besitzen eine kleine Markierung, die sich an einer
ihrer Stirnseiten befindet. Meistens ist diese Markierung sogar in deren Oberfläche
eingefräst, in anderen Fällen könnten Farbmarkierung in Form von Dreiecken
oder Punkte, die Sitzrichtung vorgeben. Hier ist ein verkehrtes Einbauen möglich und
kann zu Schäden führen.
Bargeld
Eine Sendung, die neben Chip auch Bargeld enthält, geht i.d.R. noch am gleichen Tag
wieder in die Post. Also: schnell, aber eventuell (durch Langfinger, o.ä.) unsicher.
Mein Tipp: legen Sie das Bargeld nicht lose in den Brief, sondern falten Sie den Geldschein
mehrfach zu einem kleinen, unscheinbaren Rechteck, umwickeln ihn mit ALU-Folie und kleben
ihn mit TESA-Film auf ihren beigelegten Brief/Zettel.
Überweisung
Bei Überweisungen kann es bis zu einer (1) Woche dauern, bis der Betrag auf unser
Konto eingegangen ist. Danach findet erst der Rückversand statt. Also: sicher, aber
zeitaufwendiger.
PayPal
Eine andere sehr schnelle und sichere Zahlart ist PayPal. Bezahlen Sie einfach mit Ihrer Kreditkarte
(AmEx, Visa, Mastercard) auf unser verifiziertes PayPal-Konto.
Nachnahme (nur innerhalb Deutschlands!)
Ein Versand per Nachnahme ist ebenfalls möglich, aber leider sehr teuer und auch
durch unsere Bestellabwicklung sehr zeitintensiv.
Erstmal natürlich so, dass die Sendung auch heil bei uns ankommt. Verwenden Sie
aber bitte keine Chipboxen, die höher als 10-12mm sind, da wir die Rücksendung
ausschliesslich im Format: Deutsche Post Grossbrief (L=353mm, B=250mm,H=20mm) in
Luftpolstertaschen verschicken.
Chipboxen, die eine Höhe von 10-12mm überschreiten, werden nicht wieder
zurückgeschickt. Bitte haben Sie dafür Verständnis, aber wir kalkulieren sehr knapp.
Bewährt hat sich, den Chip mit seinen Pins in ein Stück Styropor zu drücken, und
das ganze dann mit ALU-Folie zu umwickeln:

Ebenfalls gut geeignet sind normale Streichholzschachteln, in denen man ein Stück
Schaumstoff legt und den Chip darin einbettet. Benutzen Sie aber bitte keinen losen Schaumstoff
(ohne Schachtel), da er so weich ist, dass die Briefmarkenstempler ihn mühelos
plattmachen. Kleben Sie Diskette, Bargeld und Chip auf einem Stück Papier fest, damit
bei einer Beschädigung der Sendung (Briefhülle aufgerissen, etc.) nichts herausfallen kann.
Wenn ein falsches BIOS-Update eingespielt wurde, oder der CIH-Virus sein Unwesen trieb,
oder beim Update ein Stromausfall war, oder der PC sich beim updaten verabschiedete, dann
stehen die Chancen sehr gut.
Anders sieht es aus, wenn schon beim (gebrauchten) Mainboardkauf und dem ersten Probelauf
nichts passiert. Hier kann die Fehlerursache sich auf die gesamte Hardware verteilen und kann
u.U. gar nicht mit einem erneuten BIOS-Update korrigierbar sein. Hier sollte man sich lieber
an den Verkäufer wenden und so auf Nachbesserung bestehen.
Die letzte Möglichkeit wäre, dass der BIOS-Baustein selber defekt ist. Leider kommt
das bei minderwertigen Bausteinen nicht gerade selten vor. Weitere Ursachen können
häufige Flash-Programmierungen und Altersverschleiss sein, denn es reicht natürlich
schon aus, das nur 1 Byte umkippt, also nicht mehr programmierbar ist, und der gesamte Baustein
ist für die Katz'. (siehe auch: Der Chip ist wieder da, aber der
PC funktioniert immer noch nicht?)
Da wir derzeit 3 Industrie-Multi-Programmer benutzen, sind wir in der Lage so gut wie
alle Chiplieferungen noch am Eingangstag zu bearbeiten und an den Kunden zurück zu
senden. Auch hier gilt: Rücksendung erst nach Zahlungseingang.
- Chiphersteller, Chiptyp, Bauform (PLCC-32 oder DIL)
- Mainboardtyp und Hersteller (evtl. Revisionsnummer, falls bekannt)
- der genaue Dateinamen des BIOS-Updates
- Absenderadresse
- Emailadresse für eventuelle Rückfragen
Die Updatedatei muss vom Mainboardhersteller, bzw. bei einem Komplett-PC z.B. von Aldi,
Dell, Compaq, IBM, Lidl, etc., von dessen Vertriebsseiten bezogen werden. Eine umfangreiche
Liste, fast aller Mainboardhersteller, finden Sie z.B. unter www.wimsbios.com oder per Suchmaschine www.google.de mit dem Suchbegriff "Mainboardtyp + Mainboardhersteller
+ Homepage"
Die Dateiendung ist unterschiedlich, z.B. *.awd, *.bin, *.rom, oder auch nur eine Zahl.
Heisst die Dateiendung dagegen *.exe, *.zip oder *.rar, so handelt es sich dabei um eine
gepackte (komprimierte) Datei, die vorher erst noch entpackt werden muss. Dazu reicht bei
der *.exe-Datei das Ausführen derselben, bzw. bei den *.zip und *.rar das Entpacken
mit einem Packprogramm wie www.winzip.de
oder www.winrar.de. Die entkomprimierte
Größe der binären BIOS-Updatedatei muss der der Chip-Größe entsprechen.
Gängige Größen sind z.Z.:
128KByte (1 MBit)
256KByte (2 MBit)
512KByte (4 MBit)
1024KByte (8MBit)
Das Flashprogramm (phlash.exe, awdflash.exe, etc.) vom Hersteller wird von uns
nicht benötigt!
Nein. Viele Chip-Hersteller haben baugleiche Chips der Konkurrenz in ihrem Sortiment,
die man ebenfalls verwenden kann. Wir bedienen uns daher einer so genannten "Cross
Reference Liste", die die Chip-Hersteller uns zur Verfügung stellen.
Hier kommen einige Möglichkeiten als Fehlerursache in Betracht:
- Ist es überhaupt die korrekte Updatedatei gewesen?
- Gibt es das Mainboard vielleicht mit verschiedenen Revisionsnummern?
- Wurde die Updatedatei vielleicht fehlerhaft durchs Downloaden, Kopieren, Entpacken
oder schon auf der Hersteller-Webseite?
- Ist das Mainboard defekt?
- Wurde der Chip eventuell falsch herum eingesetzt?
- Wurde das CMOS nicht nach dem Update gelöscht?