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Achtung: die nachfolgenden Tipps (vorzugsweise für das AWARD-BIOS) beschreiben nur ein
standardmässiges Flashupdate, wie es auf den meisten Mainboards funktionieren sollte.
Eine Garantie, dass es so auch bei Ihnen funktioniert, können wir nicht geben. Schauen Sie
deshalb bitte auch in die vom Mainboardhersteller bzw. PC-Hersteller bereitgestellten
README-Dateien, die i.d.R. den BIOS-Updates beiliegen!
Achten Sie darauf, dass der PC beim BIOS-Update weder übertaktet, noch anderseitig in
den BIOS-Einstellungen (Speichertuning, Busfrequenz,...) Konflikte verursachen kann. Am besten
stellt man dazu sein BIOS-Einstellungen auf: "Load Bios Defaults" , "Load Setup
Defaults" , oder "Safe Settings" zurück.
Im BIOS-Setup muss die Bootreihenfolge auf [A: C:] gestellt werden, damit der PC beim Start zuerst auf das Diskettenlaufwerk zugreift.
Einige Mainboards besitzen eine BIOS-Einstellung ("Flash Bios Protection", "
Firmware Write Protect", "Bios Guardian" oder "BIOS-ROM Flash-Protect",
die man vorher auf "disabled" setzen muss.
Andere Mainboards haben einen Jumper (Steckbrücke), der das versehentliche Löschen
verhindern soll. Der Jumper befindet sich meistens in direkter Nähe des Flash-Bausteins
und muss für das Update, bei einem stromlosen PC(!) entweder umgesetzt oder entfernt werden.
Zum Flashen unter DOS wird eine DOS-Bootdiskette benötigt, auf der sich nur 3 Dateien, ausser den Dateien für das Flashen, befinden dürfen:
-
COMMAND.COM
-
IO.SYS
-
MSDOS.SYS
Um das zu Überprüfen schaut man sich die Diskette am besten mit dem Windows-Explorer
an, wobei vorher im Explorermenü unter "Ordneroptionen / Ansicht", die beiden
Optionen: "geschützte Systemdateien ausblenden" und "versteckte Dateien
und Ordner ausblenden" deaktiviert werden müssen.
DOS:
mit der Eingabe "format a: /s"
Win98:
im Kontextmenü des Diskettenlaufwerks "Formatieren / Vollständige
Formatierung" und bei "Weitere Optionen / Systemdateien kopieren" auswählen.
WinME:
unter "Systemsteuerung / Software / Startdiskette erstellen" und "eine
komplette Startdiskette erstellen" auswählen.
Win2000:
auf der Win2000-CD im Ordner "\Valueadd\3rdparty\Ca_antiv" die Datei "MAKEDISK.BAT"
ausführen. Eigentlich zum Starten eines Antiviren-Programms gedacht, erstellt diese Batchdatei
auch eine fürs BIOS-Flashen dienliche Bootdiskette. Es müssen evtl. noch überflüssige
Dateien gelöscht werden, die nicht dazu gehören (siehe weiter oben).
WinXP:
im Kontextmenü des Diskettenlaufwerks "Formatieren / MS-DOS-Startdiskette erstellen" auswählen.
Nachdem die Bootdiskette erstellt wurde, müssen jetzt noch die für das
BIOS-Update erforderlichen Dateien dazukopiert werden. Die meisten Updatedateien, die
man sich von den Herstellern herunterladen kann, liegen in gepackter (komprimierter) Form
vor. D.h. die Dateien müssen, bevor sie auf Diskette kommen, entpackt werden. Dies
geschieht meistens per Doppelklick auf eine ausführbare ".exe"-Datei, bzw.
bei Dateiendungen mit ".zip" oder ".rar" mit einem Packprogramm wie WINZIP oder WINRAR.
Nachdem sich alle Dateien auf Diskette befinden, kann es sein, dass einige Hersteller neben
dem Flashprogramm und der Updatedatei auch eine ".BAT"-Datei, meistens mit Namen
wie: "start.bat" , "flash.bat" , oder ähnlich, dazugelegt haben.
Diese Batchdatei startet dann automatisch das Flashprogramm, inklusive Parameter und die
Updatedatei. (Es lohnt sich also wirklich erst einmal ein Blick in die README-Datei des Herstellers zu werfen :-) )
Am Schluss sollte man die Diskette über das Laufwerk-Kontextmenü "Eigenschaften
/ Extras / Fehlerüberprüfung" auf Fehler prüfen und mit einem evtl. vorhandenen
Virenscannerprogramm nach Schädlingen überprüfen.
Wenn alles geklappt hat, sollte jetzt ein schwarzer Bildschirm, der alte berühmte "DOS-Prompt" (A:\>) erscheinen.
Da kein deutscher Tastaturtreiber
installiert wurde, arbeiten wir jetzt mit der amerikanischen Tastaturbelegung! Das heisst, einige
deutsche Tasten sind nun vertauscht: "Z nach Y" , "- nach /" , "_ nach
?" und noch einige andere...
Unser Flashprogramm, hier im Beispiel bei einem AWARD-BIOS, heisst "awdflash.exe".
Es gibt natürlich noch diverse andere Flashprogramme, mit Namen wie: "amiflash",
"phlash", pflash", "flash"... Sie alle besitzen unterschiedliche
Parameter, die man sich mit folgenden Aufruf von der Kommandozeile (DOS-Prompt) ansehen kann:
"A:\>Flashprogrammname /? (oder /H)".
Viele Mainboardhersteller raten an dieser Stelle, das Programm "awdflash.exe" gleich
mit Parametern aufzurufen. Bewährt hat sich dazu der folgende Aufruf:
"A:\>awdflash.exe kt7a_kk.bin /cc /cd /cp /py /sy /cks /R"
Erklärung:
kt7a_kk.bin = Updatedatei (Beispiel)
/cc = lösche CMOS nach dem Programmieren
/cd = lösche DMI nach dem Programmieren
/cp = lösche PNP(ESCD) nach dem Programmieren
/py = Programmiere den Flashbaustein
/sy = sichere das alte BIOS auf Diskette unter: "OLDBIOS.BIN"
/cks = zeige die Checksumme der Updatedatei
/R = Reset (Neustart) nach dem Programmieren
Unterbrechen Sie niemals ein laufendes BIOS-Update!
Während des Updates wird der Vorgang in farbigen Blöcken gemessen und angezeigt:
-
"Weiss" zeigt an, dass alles in Ordnung ist.
-
"Rot" zeigt Fehler an
-
"Grün" Bereiche, die nicht geflasht werden, an.
-
Die letzten 4 "Blauen" Blöcke repräsentieren den BIOS-Bootblock,
der dazu dient, das BIOS vor Beschädigung zu schützen. Er sollte nicht jedes
Mal programmiert werden (awdflash-Parameter: "/Sb" = überspringe
Bootblock-Programmierung).
Wenn dieser "BIOS-Boot Block" intakt bleibt, wenn das BIOS während des
Programmierens beschädigt wird, können Sie beim nächsten Mal von einer
bootbaren Diskette Ihren Computer starten. Hierdurch können Sie Ihr BIOS erneut
flashen, ohne technische Hilfestellung von Ihrem Händler oder von biosflash anfordern zu müssen.
Nachdem der Flashvorgang erfolgreich beendet wurde, startet der PC (dank awdflash-Parameter:
"/R") neu. Hier rate ich, dass Sie den PC erst einmal komplett ausschalten, dann
die evtl. noch eingelegte Diskette entfernen und erst dann den PC erneut einschalten.
Begeben Sie sich dann sofort ins BIOS-Setupmenü, indem Sie gleich nach dem Einschalten
die "ENTF"- bzw. "DEL"-Taste (beim Award-BIOS) gedrückt halten.
Jetzt sollte man die Default-Einstellungen laden ("Load Bios Defaults" , "
Load Setup Defaults" , "Safe Settings", "Load Optimized Defaults",
"Load Default Settings", oder ähnlich).
Damit werden die (optimierten) Grundeinstellungen, die der Mainboardhersteller vorgibt,
geladen, mit denen das Mainboard auf jeden Fall lauffähig sein sollte. Eventuell müssen
einzelne Einstellungen (CPU-Taktrate, FSB, Bootreihenfolge, etc.) noch manuell angepasst werden.
Wann immer Sie Ihr BIOS aktualisieren, oder wenn sich das System aufgrund falscher
CPU-Parametereinstellungen aufhängt (hier hilft auch oft das Festhalten der
"ENTF"-Taste schon vor dem Einschalten und bis der erste Boot-Pieps nach
dem Einschalten ertönt), löschen Sie das CMOS. Oft erhält man eine
Fehlermeldung wie "CMOS Checksum Error", oder ähnlich.
Das CMOS ist ein batteriegepufferter Speicherbaustein, der die BIOS-Einstellungen
(Festplattenparameter, Bootreihenfolge, etc.) enthält. Bei einem BIOS-Update kann
es daher vorkommen, dass sich alte CMOS-Registerwerte mit neuen Einstellungen nicht
vertragen, bzw. sogar in anderen Registern abgelegt werden.
Wie Sie das CMOS löschen, erfahren Sie aus dem Mainboardhandbuch. Meistens müssen
Sie dafür einen Jumper (Steckbrücke) bei einem stromlosen(!) PC für kurze
Zeit (5-30 Minuten) umsetzen bzw. entfernen.
Oft findet man den Jumper in der Nähe der Batterie (meist eine Knopfzelle) mit der
Beschriftung "RTCLR" , "CLRCMOS" , "CLRCMS" , "CMOS_CLEAR"
, "Clear RTC" , oder ähnlich.
Bei anderen PCs muss man z.B. die Knopfzelle herausnehmen und verkehrt herum wieder für
einige Zeit einsetzen. Damit werden einfach die Kontakte überbrückt/kurzgeschlossen,
wie bei einem Jumper. Eventuell muss der PC dafür sogar eingeschaltet werden. (näheres
dazu im jeweiligen Mainboardhandbuch)
Leider kommt es doch manchmal vor, dass das BIOS-Update "in die Hose" geht. Dann
bricht das Flashprogramm einfach ab, und man landet wieder am DOS-Prompt.
SCHALTEN SIE DANN DEN PC NIEMALS AUS !
Als erstes sollten Sie versuchen, das Update zu wiederholen.
Hatten Sie dagegen aber einen Stromausfall oder etwas ähnliches und der PC hängt
beim Hochfahren, wird es schwieriger:
Dualbios (Backup-BIOS):
Sie sind stolzer Besitzer eines Mainboards mit Dualbios - das ist ein zweiter Flashbaustein,
der als Backup dient - dann reicht ein Jumper oder Tastenfolge zum Reaktivieren des BIOS
(siehe Mainboardhandbuch).
Unversehrter BIOS-Boot-Block:
Zu den hier folgenden Tipps wäre eine ISA / VESA-Grafikkarte hilfreich, denn der Boot
Block Code unterstützt keine PCI-Grafikkarten. Mit einer PCI-Grafikkarte bleibt der
Bildschirm dunkel, funktioniert aber dennoch, indem Meldungen durch Beep-Töne aus dem
PC-Lautsprecher erfolgen:
AWARD-BIOS:
Hierzu wird wieder unsere Bootdiskette benötigt, mit einer Änderung:
Man braucht zusätzlich eine Datei namens "AUTOEXEC.BAT", die man mit
einem Texteditor auf einem anderen PC anlegt, und die nur den folgenden einzeiligen
Eintrag enthält:
"awdflash.exe updatedateiname /py /sn" (ohne Anführungszeichen!)
Dann von Diskette booten und auf die Piepstöne aus dem PC-Lautsprecher achten:
Während des Bootens:
Zwei kurze Beeps = keine Bootdiskette in Laufwerk A:
Sich ständig wiederholende kurze Beeps = kein Diskettenlaufwerk vorhanden
Nach der Flashprogrammierung:
Sich ständig wiederholende lange Beeps = Programmierung abgeschlossen. NEUSTART!
AMI-BIOS:
Hier wird eine leere und formatierte Diskette benötigt. Kopieren Sie Ihre Updatedatei
auf Diskette und benennen Sie sie in "AMIBOOT.ROM" um.
Jetzt den PC neu starten und dabei die Tasten "<Strg><Pos1>"
gedrückt halten, bis Sie einen Piepston hören. Die Tasten loslassen und warten.
Der Bildschirm bleibt dabei auch weiterhin schwarz. Nach 10-30 Sekunden sollten 4
Piepstöne zu hören sein, die aussagen, dass das BIOS neu programmiert wurde.
PHOENIX-BIOS:
Hier muss auf dem Mainboard ein Jumper auf "Recovery Mode" gesetzt werden, um
dann von einer so genannten "Crisis Recovery Disk" booten zu können, die
das BIOS wiederherstellen soll. Diese Diskette erhalten Sie ebenfalls beim Mainboardhersteller.